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Sie möchten eine elektrische Zahnbürste kaufen

… dann sind Sie hier genau richtig! Wir helfen Ihnen, die beste elektrische Zahnbürste ganz speziell für Sie zu finden. Versprochen!

Auch nach dem Kauf Ihrer neuen Bürste lassen wir Sie nicht alleine. Wir zeigen Ihnen die richtige Putztechnik – sowohl für die klassische elektrische Zahnbürste als auch für die Schallzahnbürste. Und wir unterstützen Sie beim Nachkauf der Bürstenköpfe. Last but not least ist es mit dem regelmäßigen Zähneputzen alleine nicht getan. Deshalb gegen wir Ihnen Tipps, zum Beispiel zur Reinigung der Zahnzwischenräume und der Zunge.

Für Kurzentschlossene: Unsere Top 10

Elektrische Zahnbürsten - Top 10

Sie möchten sich nicht durch dutzende Webseiten wühlen, sondern die überzeugensten Modelle einen Blick?

Top 10 – die besten elektrische Zahnbürsten

Der ideale Start in den Sommer 2021

Foto: Oral-B

Zum Beispiel mit der von Grund auf neu entwickelte Spitzenklasse von Oral-B und den neuen Oral-B iO Premiummodellen. Oder der neuen Premium-Schallzahnbürste Sonicare 9900 Prestige von Philips. Das ideale Geschenk für Ihre Lieben oder auch Sie selbst.

Und mit der vermutlich meistverkauften elektrische Zahnbürste im neuen Jahr 2021: Der Oral-B PRO 2 2000 mit einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ratgeber – das Wichtigste in Kürze

Wieso überhaupt eine elektrische Zahnbürste benutzen?

Mit einer Handzahnbürste können Sie (die richtige Putztechnik vorausgesetzt) Ihre Zähne perfekt reinigen. Mit einer elektrischen Zahnbürste geht das aber schneller, einfacher, effektiver und bequemer. Ganz konkret:

  • Die elektrische Zahnbürste ist bequemer in der Handhabung. Die richtige Putztechnik ergibt sich (fast) von selbst. Sie müssen die Bürste nur langsam von Zahn zu Zahn führen!
  • Die elektrische Zahnbürste ist gründlicher. Mit der Hand können Sie die Bürste nie so schnell hin und herbewegen, wie eine elektrische Zahnbürste das tut. Darüber hinaus ist in fast allen Modellen ein Timer integriert, der dafür sorgt, dass Sie mindestens 2 Minuten putzen!
  • Die elektrische Zahnbürste ist schonender. Wenn Sie zu fest aufdrücken, werden Sie von der integrierten Andruckkontrolle gewarnt. Das verhindert Abrieb an den Zähnen und Verletzungen des Zahnfleisches!

Einen umfangreichen Vergleich von Handzahnbürste und elektrischer Zahnbürste finden Sie im Ratgeberbeitrag Vorteile der elektrischen Zahnbürste.

Eine elektrische Zahnbürste kaufen

Welche Modelle gibt es?

Wenn Sie im Elektrofachmarkt vor dem Regal mit den elektrischen Zahnbürsten stehen oder durch den Onlineshop Ihres Vertrauens durch das Angebot surfen, werden Sie von der Menge der unterschiedlichen Modelle vermutlich erst einmal erschlagen. Dabei ist die Orientierung gar nicht so schwer. Alle (ja, wirklich alle) angebotenen elektrischen Zahnbürsten lassen sich einer der beiden folgenden Gruppen zuordnen:

elektrische Zahnbürste

Eine klassische elektrische Zahnbürste hat meist einen runden Bürstenkopf, der mit rotierenden (2D-Putztechnik) oder rotierenden und pulsierenden Bewegungen (3D-Putztechnik) die Zähne reinigt.

Vorteile:

  • ausgereifte, bewährte Technik
  • kleine Bürstenköpfe, mit denen alle Zähne gut erreichbar sind
  • günstige Modelle ab 10, – Euro aufwärts

Nachteile:

  • jeder Zahn muss einzeln gereinigt werden
  • größere Anforderungen an die Putztechnik

Schallzahnbürste

Schallzahnbürsten (auch Sonic-Bürsten genannt) haben, ähnlich wie eine Handzahnbürste, einen länglichen Bürstenkopf und schwingen mit einer sehr hohen Frequenz. Dabei werden die Zähne nicht, wie der Name fälschlicherweise vermuten lässt, durch Schall sondern durch die extrem schnell vibrierenden Borsten der Bürstenköpfe gereinigt.

Vorteile:

  • leichte Handhabung und sehr gutes Putzergebnis
  • der größere Bürstenkopf reinigt in der selben Zeit eine größere Fläche

Nachteile:

  • der größere Bürstenkopf macht die Backenzähne schwerer erreichbar
  • für manche Menschen gewöhnungsbedürftiges Putzgeräusch
  • vergleichsweise teuer

Eine kleine Einschränkung gibt es: Neben den genannten klassischen elektrischen Zahnbürsten und den Schallzahnbürsten gibt es in jüngster Zeit auch ganz vereinzelt echte Ultraschallzahnbürsten auf dem Markt. Wirklich durchsetzen konnten sich diese bisher aber nicht.

Alles zu theoretisch? Vom Drogeriemarkt dm gibt es ein schön gemachtes Video, das die Vorteile einer elektrischen Zahnbürste aufzeigt und die verschiedenen Arten elektrischer Zahnbürsten anschaulich beschreibt. Mehr dazu in unserem Ratgeberbeitrag Klassische elektrische Zahnbürste oder Schallzahnbürste? Natürlich inkl. dem genannten Video.

Die beliebtesten Marken

Führend auf dem deutschsprachigen Markt ist wohl Oral-B mit einer breiten Palette klassischer Rundkopfbürsten und Schallzahnbürsten. Fast schon legendär der Spruch aus der Werbung „Die Nr.1 Zahnbürstenmarke, die Zahnärzte selbst verwenden„.
Je nach Ihren persönlichen Bedürfnissen gibt es unterschiedliche Produktreihen. Hier sortiert von einfach, praktisch und preisgünstig bis hin zu luxuriös und technikverspielt:

Mit einigem Abstand folgt Philips mit einem großen Portfolio hochwertiger und entsprechend eher teurer Schallzahnbürsten.

Elektrische Zahnbürsten Oral-B

Lernen Sie die faszinierende Welt der elektrische Zahnbürsten von Oral-B kennen.

Philips Schallzahnbürsten

Ganz auf Schallzahnbürsten spezialisiert: Das umfangreiche Produktportfolio von Philips.

Daneben gibt es eine große Zahl weiterer Hersteller elektrischer Zahnbürsten. Am bekanntesten vielleicht der Newcomer happybrush, der im Oktober 2017 in der beliebten TV-Show Die Höhle der Löwen einen Deal abstauben konnte. Oder das Startup Zahnheld mit seiner Schallzahnbürste Gero im frischen Look. Insgesamt tummeln sich auf dem deutschen Markt (sowie in Österreich und der Schweiz sicherlich gut ein dutzend weitere Hersteller.

Woher kommen die großen Preisunterschiede?

Wie bereits angedeutet, gibt es elektrische Zahnbürsten von 10,– bis 300,– Euro. Für diese immensen Preisunterschiede gibt es im wesentlichen zwei Gründe: Manche extrem günstige Modelle haben einen schwachen Moter oder einen Akku, der schon nach kurzer Zeit schlapp macht. Im schlimmsten Fall vibriert die Bürste müde vor sich hin, ohne die Zähne wirklich gründlich zu reinigen. Und, in der Regel gilt: Je höher der Preis, umso umfangreicher die Ausstattung.

Welche Ausstattung benötige ich?

Unbedingt empfehlenswert sind eine sensitive oder optische Andruckkontrolle und ein Timer: Die Andruckkontrolle warnt Sie, wenn Sie mit der Bürste zu fest aufdrücken und verhindert so, dass Sie Zähne und Zahnfleisch schädigen. Der Timer sorgt dafür, dass Sie die Mindestputzzeit einhalten. Meist sind das zwei Minuten. Länger schadet aber auch nicht.
Diese Features bieten heute (mit Ausnahme der preiswertesten Modelle) fast alle Geräte.

Darüber hinaus bleibt bei den teureren Geräten kein Wunsch offen: Bis zu 6 verschiedene Putzprogramme, stylisches Design, Reisebox und Premium-Reisebox mit integrierter Ladefunktion, externes Display, UV-Desinfektion und vieles mehr. Alles ist möglich. Inzwischen wird aus einer einfachen Zahnbürste fast ein Lifestyle-Produkt. Vieles macht Spaß oder das Leben einfacher. Unbedingt notwendig für saubere und gesunde Zähne sind die meisten dieser Gadgets nicht.

Bei der Putzkontrolle per SmartphoneApp bin ich allerdings gerade dabei, meine Meinung zu ändern. Noch vor Kurzem war ich felsenfest überzeugt: Überbewertet und völlig unnötig. Inzwischen weiß ich einige Funktionen durchaus zu schätzen. Nicht täglich aber immer öfters.

Was ist also wirklich wichtig? Der Ratgeberbeitrag zur Ausstattung der elektrischen Zahnbürste lässt keine Frage offen.

Was sagen unabhängige Tests?

Die entscheidende Aussage ist: Eine gute elektrische Zahnbürste muss nicht zwingend teuer sein. Im Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2011 (ok, das ist jetzt schon eine Weile her) schnitt das damalige Spitzenmodell von Oral-B, die Triumph 5000, als eindeutiger Testsieger ab. Aber schon auf Platz zwei folgte die Professional Care 500, ebenfalls aus dem Hause Oral-B. Und die kostete gerade mal 30 Euro.

Ähnlich im aktuellsten Test der Stiftung Warentest vom Dezember 2020. Die beiden Testsieger, die Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart auf Platz 1 und die Braun Oral-B Genius X 20000N auf Platz 2 vermögen in allen Belangen zu überzeugen. Dennoch gibt es auch hier wieder gute Bürsten unter 50,- Euro.

Über die Jahre hat sich immer wieder bestätigt: Geht es ausschließlich um die Reinigungsleistung, ist ein günstiges Modell völlig ausreichend. Die „all time“ Bestenliste der Stiftung Warentest führt seit langem die Oral-B Vitality Precision Clean (inzwischen ersetzt durch die Oral-B Vitality 100) an. Mir persönlich ist das Modell aber dann doch zu spartanisch ausgestattet.

Die wichtigsten Tests der letzten Jahre haben wir Ihnen im Beitrag Elektrische Zahnbürsten im Test zusammengestellt.

Wo kaufe ich eine elektrische Zahnbürste?

Wenn Sie Wert auf persönliche Beratung legen, selbstverständlich im Fachgeschäft, zum Beispiel den großen Elektromärkten. Hier umfasst das Sortiment in der Regel eine gute Mischung, angefangen von preisgünstigen Modellen bis hin zu den entsprechend teuren Spitzenbürsten der beiden großen Hersteller.
Oder Sie informieren sich vorab selbst – z.B. hier auf der Seite 😉 , dann können Sie Ihre elektrische Zahnbürste auch online bestellen. Die Modellvielfalt im Internet ist schier unbegrenzt und die Preise sind oft deutlich günstiger.
Suchen Sie eine preisgünstige Einsteigerbürste oder ein Mittelklassemodell, sind Sie auch in den Drogeriemärkten dm, Rossmann oder Müller gut aufgehoben. Neben den bekannten Markenmodellen finden Sie dort auch Bürsten der jeweiligen Eigenmarken.
Vorsicht ist bei den regelmäßigen Angeboten der Discounter wie Aldi oder Lidl geboten. Hier gibt es oft nur verhältnismäßig einfach ausgestattete Geräte. Stammen diese dann auch noch von einem exotischen Hersteller, gab es zumindest in der Vergangenheit oft Probleme beim Nachkauf der Bürstenköpfe.

Und was bekomme ich ganz konkret für mein Geld?

Hier einige Preisbeispiele:

Einfache elektrische Zahnbürste (rotierend) aus dem Drogeriemarkt oder vom Discounter (Eigenmarke)~ 10,– bis 20.– Euro
Einfache Schallzahnbürste aus dem Drogeriemarkt oder vom Discounter (Eigenmarke)~ 30,– Euro
Einstiegszahnbürste (rotierend) vom Markenhersteller ohne großartige Ausstattung~ 25,– Euro
Einfache Schallzahnbürste vom Markenhersteller ohne großartige Ausstattung~ 45,– Euro
Standardzahnbürste mit den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen vom Markenhersteller~ 30,– bis 60,– Euro
Mittelklassemodelle vom Markenhersteller mit leistungsstärkerem Akku und längerer Laufzeit sowie mehreren Putzprogrammen und Gadgets wie Reiseetui~ 60,– bis 100,– Euro
Oberklassemodelle vom Markenhersteller mit leistungsstarkem Akku und langer Laufzeit, bis zu 6 Putzprogrammen, einfacher Smartphone-App und Gadgets wie Reiseetui mit Ladefunktion~ 100,– bis 200,– Euro
Aktuellste Premiumbürsten vom Markenhersteller mit besonders umfangreicher Ausstattung und verbesserter Smartphone-App~ 200,- bis 250,– Euro

Bitte unbedingt beachten: Die hier aufgeführten Preise sind lediglich Anhaltspunkte, um Ihnen einen Überblick zu verschaffen. Schallzahnbürsten sind in der Regel teurer als als elektrische Zahnbürsten mit rundem rotierendem Bürstenkopf. Bürsten von europäischen Herstellern sind in der Regel teurer (aber auch besser bewertet) als Bürsten aus Fernost. Die tatsächlichen Preise ändern sich je nach Angebot und Nachfrage, Hersteller, Modellvariante und Verkäufer laufend.

Das wichtigste Zubehör: Die (Ersatz)Bürstenköpfe

Spätestes nach 3 Monaten regelmäßigen Putzens ist es soweit: Sie benötigen einen neuen Bürstenkopf. Ersatzbürstenköpfe gibt es in verschiedenen Ausführungen und für die unterschiedlichsten Anwendungszwecke. Allein für Oral-B ist die Auswahl groß bis unübersichtlich:

  • Precision Clean – getestet und für gut befunden
  • Sensitive – die Sanfte
  • Sensi UltraThin – noch sanfter mit ultra-dünnen Borsten
  • CrossAction – die Innovative
  • 3D White – für besonders weiße Zähne
  • Tiefen-Reinigung – für saubere Zahnzwischenräume
  • TriZone – Feeling wie bei der Handzahnbürste
  • Ortho – bei festsitzenden Zahnspangen
  • Interspace – zur Zahnzwischenraumreinigung
  • iO Ultimative Reinigung – speziell für iO-Bürsten
  • iO Sanfte Reinigung- speziell für iO-Bürsten
  • Pulsonic – speziell für die Schallzahnbürste
  • Stages Power – speziell für Kids

Eine ausführliche Beschreibung aller Bürstenköpfe von Oral-B und Philips finden Sie in den folgenden Artikeln: Aufsteckbürsten von Oral-B und Aufsteckbürsten von Philips.

Leider sind die Ersatzbürstenköpfe der Hersteller nicht ganz billig. Ich empfehle Ihnen trotzdem stets das Original:

  • In einem Test der Stiftung Warentest wurde 2014 der Bürstenkopf Precision Clean von Oral-B mit 7 Nachbauten verglichen. Der Testsieg ging an eindeutig an Oral-B.
  • Ähnlich das Ergebnis im erneuten Test der Stiftung Warentest vom Dezember 2019. Dem Original von Oral-B (in diesem Fall dem CrossAction Bürstenkopf) konnte keiner der 3 Nachbauten das Wasser reichen. Nicht ganz so eindeutig überzeugen konnte der Philips Bürstenkopf Sonicare Pro Results. Trotz günstigerem Preis konnte wenigstens die Konkurrenz von dm mithalten.

Damit putze ich

Zu Hause verwende ich die HX 9111/20 Sonicare FlexCare Platinum, eine eher selten gekaufte hochwertige und entsprechend teure Schallzahnbürste aus dem Hause Philips. Was mir besonders gefällt, ist die sehr gute Reinigungsleistung und der moderne Lithium-Ionen-Akku, der bis zu 3 Wochen durchhält. Eine absoluter Spitzenwert für elektrische Zahnbürsten. Daher auch meine bevorzugte Begleitung im Urlaub. Auch eine Andruckkontrolle – für Schallzahnbürsten ungewöhnlich – ist „mit an Bord“. Die unterschiedlichen Putzprogramme, die sich zusätzlich mit verschiedenen Intensitätsstufen kombinieren lassen, sind für mich dagegen eher nebensächlich. Ich putze immer mit voller Power. Und wenn es doch etwas schonender sein soll, verwende ich einen entsprechenden sensitive-Bürstenkopf.

Für die Arbeit begnüge ich mich aktuell mit der Oral-B PRO 700, einer Rundkopfbürste ohne viel Schnickschnack. Wie in meinem Artikel zur Oral-B PRO Modellreihe nachzulesen ist, gehört die PRO 700 eigentlich nicht zu meinen Favoriten. Grundsätzlich würde ich eine Oral-B PRO 1000 oder 2000 auf Grund der etwas höheren Putzleistung und der optischen Andruckkonrolle stets bevorzugen. Aber dem konkurrenzlos günstigen Sonderangebot bei Aldi konnte ich dann doch nicht wiederstehen.

Meine perfekte elektrische Zahnbürste? Die gibt’s leider nicht. Warum habe ich am Ende dieses Beitrags beschrieben.


Nach dem Kauf – perfekte Zahnhygiene im Alltag

Mit dem Kauf Ihrer neuen elektrischen Zahnbürste haben Sie einen großen Schritt zu gesunden Zähnen und Zahnfleisch getan. Doch das alleine reicht nicht. Sie sollten (‚müssen‘ hört sich so negativ an) Ihre elektrische Zahnbürste auch ausreichend oft und richtig verwenden.

Die richtige Putztechnik

Der Erfolg Ihrer Bemühungen steht und fällt mit der richtigen Putztechnik. Die lassen Sie sich am besten von Ihrem Zahnarzt zeigen.

Soviel vorweg:

  • Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich nicht durch andere Dinge ablenken
  • Schrubben Sie nicht wie Sie nicht wild kreuz und quer durch den Mund und drücken Sie nicht zu fest auf, in der (irrigen Hoffnung) damit besonders gründlich zu putzen
  • Führen Sie die Bürste ruhig und konzentriert von Zahn zu Zahn und achten Sie darauf keine Stelle zu vergessen – eine Smartphone-App, die Ihr Putzverhalten beobachtet und dokumentiert, kann dabei helfen ist aber kein Muss
  • Versuchen Sie, sich eine Putzroutine anzueignen

Wie oft und wie lange sollten Sie putzen?

Die Standardantwort der Bürstenhersteller lautet 2x täglich je 2 Minuten. Aus meiner Sicht dürfen es durchaus auch 3 Minuten sein. Dabei ist die richtige Putztechnik wichtig. Ok, ich wiederhole mich … 🙄 …

Doch damit nicht genug. Die Zahnbürste erreicht gerade mal 60 % der Zahnoberfläche. In die Zahnzwischenräume kommt die Bürste nicht.

Reinigung der Zahnzwischenräume

In den Zahnzwischenräumen finden sich oft Speisereste und bakterielle Zahnbeläge. Werden diese nicht regelmäßig entfernt, steigt nicht nur das Risiko für Mundgeruch, oft sind auch Karies und Zahnfleischerkrankungen die Folge. Um die Zahnzwischenräume zu reinigen, gibt mehrere Möglichkeiten:

  • Am verbreitetsten ist die Verwendung von Zahnseide. Sie eignet sich vor allem bei engen Zahnzwischenräumen.
  • Bei weiteren Zahnzwischenräumen können Sie auch Interdentalbürsten, die in verschiedenen Größen angeboten werden, benutzen.

Zungenreingung

Angeblich befinden sich 60-80 Prozent aller Bakterien im Mundraum auf der Zunge. Mit einem Zungenreiniger (je nach Ausführung auch Zungenschaber oder Zungenbürste genannt) können diese entfernt werden.

Mundspülungen für einen frischen Atem und mehr

Wenn Sie alle Tipps bisher befolgt haben und auch regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu Ihrem Zahnarzt gehen, sollte schlechter Atem kein Thema mehr sein.

  • Dennoch kann es sinnvoll sein zusätzlich eine kosmetische Mundspülung aus dem Drogeriemarkt zu verwenden. Sie unterstützt die Bekämpfung von Mundgeruch und beugt (je nach Inhaltsstoffen) säurebedingtem Zahnschmelzabbau und Karies vor.
  • Medizinische Mundspülungen sind dagegen nur in der Apotheke erhältlich und kommen bei ernsthafteren medizinischen Problemen zum Einsatz – für eine selbst verordnete Dauerbehandlung nicht geeignet.

Ölziehen

Vielleicht möchten Sie aber auch die traditionelle Methode des Ölziehens probieren, das täglichen Entgiftung dient und zur Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch beitragen soll. So hilft es angeblich gegen Zahnfleischbluten und Mundgeruch, verringert Zahnbelag, bekämpft Karies, festigt lockere Zähne und lässt Zähne wieder weiß werden.

Meine Geschichte

Als Kind war ich eigentlich von November bis April durchgehend erkältet. Mein ständiger Begleiter war ein hartnäckiger Husten. Der Kinderarzt, bei dem ich Dauergast war, nannte mich scherzhaft „die Krampfhenne mit dem Krampfhusten“. Um nachts schlafen zu können, bekam ich nach dem Zähneputzen (!) zuckerhaltige Bonbons (!) zu lutschen. Die lagen dann in der Backentasche und lösten sich langsam auf. Was gegen Hustenreiz durchaus half, war natürlich Gift für die Zähne. Dazu kam, dass Zahnhygiene und Prophylaxe in den späten 70er und frühen 80er Jahren noch nicht das große Thema waren. Zähneputzen im Kindergarten oder Hort war zum Beispiel noch völlig unüblich. Entsprechend löchrig waren meine Zähne dann auch. Neben dem Kinderarzt war ich jetzt auch Dauergast beim Zahnarzt.

Die Situation hat sich erst gebessert, als ich erstens nicht mehr so empfindlich war (und damit auch die nächtlichen Bonbons unnötig wurden) und zweitens eine elektrische Zahnbürste (damals von Rowenta, eine Marke, die heute kaum mehr jemand kennt) ins Haus kam. Womit wir wieder beim Thema wären … 😉 … Dennoch hatte ich die fogenden Jahre immer wieder viel „Freude“ mit meinen Zähnen. So musste ich u.a. die alten Amalgam-Füllungen durch Kunststofffüllungen und Keramikkronen ersetzen lassen. Unangenehm, schmerzhaft und kostenintensiv. Seidem ist aber Ruhe und ich kann inzwischen entspannt zum Zahnarzt gehen. Zähneputzen mit der elektrischen Zahnbürste gehört für mich zur täglichen Routine.


Der perfekte Ansprechpartner: Ihr Zahnarzt

Im Zweifel gilt immer: Fragen Sie Ihren Zahnarzt!

Erwachsene sollten auch ohne akute Beschwerden mindestens einmal jährlich ihren Zahnarzt für Zahnvorsorge-Untersuchungen aufsuchen.

Special: Mundduschen

Zum Thema Mundduschen eine ganzen Reihe von Artikeln zusammengestellt. Nach einer kurzen Einführung bieten wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Hersteller und Modelle. Aktuelle unabhängige Tests, z.B. von Stiftung Warentest oder Ökotest gibt es leider nicht. Den Umgang mit einer Munddusche lassen Sie sich am besten von Ihrem Zahnarzt zeigen. Auch auf YouTube gibt es dazu eine Reihe von Videos.
Abschließend schauen wir uns einige bekannte Hersteller und deren Modelle genauer an. Im einzelnen sind dies Panasonic, Oral-B, Philips, AEG und Waterpik. Eine Besonderheit sind Mundduschen, die direkt am Wasserhahn angeschlossen werden.

News – Neuigkeiten aus der Welt der Zahnhygiene

Regelmäßig stellen wir interessante Neuigkeiten aus der Welt der elektrischen Zahnbürsten sowie der Pflege von Zähnen und Zahnfleisch und der allgemeinen Mundhygiene zusammen.

Aktuelle Meldungen:

  • 07.05.2021: Huawei bringt Schallzahnbürste auf den deutschen Markt
  • 30.04.2021: Ökotest entdeckt das Thema Zungenreinigung für sich
  • 29.04.2021: Ökotest testet Mundspülungen
  • 08.04.2021: Oclean bringt neue smarte Zahnbürste ‚Oclean X pro Elite‘ auf den Markt
  • 03.02.2021: Die Österreichische Zeitschrift KONSUMENT testet elektrische Zahnbürsten
  • 31.01.2021: Salutogene Blindzonenerkennung
  • 29.01.2021: Mundwasser und Mundspülungen im Test von Stiftung Warentest

Und Kurioses am Rande:

Totgesagte leben länger: Obwohl bereits seit 2013 auf dem Markt, wird die Oral-B PRO 600 noch immer gerne gekauft. Es muss also nicht immer der neueste Sch… sein!

Mehr Infos und weitere Beiträge

Einige weiterführende Artikel haben kein Platz mehr in der Hauptnavigation gefunden. So zum Beispiel: Reinigung der elektrischen Zahnbürste mit UV-Licht, Tipps zum Abschluss einer Zahnzusatzversicherung.
Recht stiefmütterlich behandelt wird in der aktuellen Version von Zahn und Bürste der Gesamtüberblick über die im Detail beschriebenen Modelle. Hier gelobe ich Besserung in Zukunft soll dies eine der schönsten Seiten werden.
Last but not least darf ein Überblick über ältere, aktuell nicht mehr gepflegte Beiträge nicht fehlen. Insbesondere sind dort noch Modelle verlinkt, die inzwischen weitestgehend vom Markt verschwunden sind.

Last but not least: Meine perfekte elektrische Zahnbürste?

Die perfekte Zahnbürste für mich gibt es leider nicht. Aber wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre das

  • eine Schallzahnbürste (wahlweise auch eine Rundkopfbürste)
  • mit optischer Anruckkontrolle und
  • 3-Minuten-Timer, weil zwei Minuten mir in der Regel zu wenig sind
  • sowie leistungsfähigem austauschbarem Akku, der dauerhaft (!) mindestens zwei Wochen durchhält

Das war’s auch schon. Auf sämtlichen weiteren Schnickschnack würde ich liebend gerne verzichten. Warum?

  • Verschiedene Putzmodi: Brauch‘ ich nicht. Wenn ich empfindliche Zähne und Zahnfleisch schonen will, verwende ich einfach einen weicheren Bürstenkopf. Wenn ich besonders gründlich reinigen will, putze ich halt eine Minute länger. Und für die Zungenreinigung reicht mir ein einfacher Zungenschaber aus Plastik.
  • Positionserkennung per App: Etwas Konzentration verausgesetzt, erwische ich auch ohne technische Hilfe alle erreichbaren Stellen im Mund. Und nein, ich will mein Smartphone nicht jeden Morgen und jeden Abend an den Spiegel pappen. Die Nachrichten kommen bei mir im Badezimmer eh aus dem Radio.
  • UV-Reinigung: Ich trockne meine Bürstenköpfe an der Luft. OK, ich habe aber auch keinen Wäschetrockner, was für manchen Zeitgenossen schier unvollstellbar ist und den Untergang des zivilisierten Abendlandes bedeuten würde… 😉 …