Ausstattung der elektrischen Zahnbürste

Die Entscheidung für ein bestimmtes Modell hängt von einer Vielzahl verschiedener Punkte ab.

Putzsystem

Bei elektrischen Zahnbürsten lassen sich im weitesten Sinne zwei Putzsysteme unterscheiden:

  • die klassische elektrische Zahnbürste mit runden rotierenden Bürstenköpfen und
  • die Schallzahnbürste mit länglichem Bürstenkopf

Die Vorteile und Nachteile der beiden Systeme haben Sie bereits auf der Seite Rotierend oder Schall kennengelernt.

Fazit: Die Wahl des Putzsystems ist reine Geschmackssache. Sauber bekommt man die Zähne mit beiden Systemen. Ich persönlich finde eine Schallzahnbürste angenehmer.

Bürstenköpfe

Für viele elektrische Zahnbürsten stehen unterschiedliche Bürstenköpfe zur Auswahl.

Härtegrad

Neben den Standardbürsten gibt es Bürstenköpfe mit besonders weichen Borsten für empfindliches Zahnfleisch („sensitiv“).

Größe

Die länglichen Bürstenköpfe zur Schallzahnbürste gibt es bei einzelnen Modellen in unterschiedlichen Größen. Kleinere Bürstenköpfe sind auch für Kinder geeignet.

Form

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Bürstenkopfformen mit Spezialfunktionen.

Einen Überblick über die verschiedenen Bürstenköpfe aus dem Hause Oral-B finden Sie hier (analog dazu die unterschiedlichen Ersatzbürstenköpfe von Philips hier).

Fazit: Auch die Wahl der Bürstenköpfe ist reine Geschmackssache. Im Normalfall sollte ein Standardbürstenkopf oder ein eher weicher Bürstenkopf völlig ausreichen.

Reinigungsmodi

Günstige elektrische Zahnbürsten besitzen nur einen Reinigungsmodus, der meist schlicht als „Reinigen“ oder auch „Clean“ bezeichnet wird und der für eine gründliche Zahnreinigung ausreicht.

Zusätzliche Reinigungsmodi gibt es beispielsweise zur Massage des Zahnfleisches, zur besonders schonenden Reinigung oder umgekehrt auch zur Tiefenreinigung oder zum Polieren der Zähne.

Fazit: Wo die Grenze des Notwendigen und Nützlichen zur Spielerei verläuft, muss jeder selbst entscheiden. Mir persönlich reicht ein Putzmodus völlig aus.

Akku oder Batterie

Eine elektrische Zahnbürste braucht Strom, das sagt schon der Name. Der kommt heute bei fast allen Bürsten aus einem fest eingebauten Akku. Nur in ganz seltenen Fällen werden Batterien verwendet.

Umweltverträglichkeit der Akkus

In elektrischen Zahnbürsten wurden und werden verschiedene Arten von Akkus eingebaut:

  • Nickel-Cadmium-Akkus, technisch überholt und umweltschädlich, seit 2008 verboten
  • Nickel-Metallhydrid-Akkus
  • Lithium-Ionen-Akkus

Akkuleistung und Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit der angebotenen elektrischen Zahnbürsten liegt zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden. Nutzen zwei Personen das Gerät täglich zweimal je drei Minuten, so müssen die schwächsten Bürsten bereits nach zwei Tagen wieder an die Steckdose. Dagegen halten die besten Modelle gut eine Woche durch.

Leider ist den meisten Produktbeschreibungen nicht zu entnehmen, welcher Akku verbaut wurde und wie lange der jeweilige Akku im Alltag „durchhält“. Manchmal finden sich Hinweise dazu in unabhängigen Testberichten.

Fazit: Batteriezahnbürsten sind meist nicht zu empfehlen, da oftmals die notwendige Leistung fehlt und die Batterien regelmäßig getauscht werden müssen.

Andruckkontrolle

Ähnlich wie bei der Handzahnbürste ist es auch bei der elektrischen Zahnbürste entscheidend, beim Putzen nicht zu fest aufzudrücken, um Zähne und Zahnfleisch zu schonen.

Aus diesem Grund haben viele elektrische Zahnbürsten eine sensitive oder visuelle Anruckkontrolle.

  • Sensitive Anruckkontrolle: Bei zu großem Druck stoppen die pulsierenden Bewegungen oder die elektrische Zahnbürste stottert kurz.
  • Visuelle Anruckkontrolle: Hier blinkt bei zu großem Druck eine LED-Lampe an der Zahnbürste oder dem externen Display.

Oral-B charakterisiert die verschiedenen Formen der Andruckkontrolle wie folgt:

  • Sensitive Andruckkontrolle: Die Bürste stoppt die Pulsationen, wenn mit zu viel Druck geputzt wird. Diese einfachste Form der Andruckkontrolle wid in manchen Kundenbeurteilungen als kaum wahrnehmbar kritisiert.
  • Visuelle Andruckkontrolle: Eine Lampe leuchtet auf, wenn mit zu viel Druck geputzt wird. Zusätzlich stoppt die Bürste die Pulsationen.
  • Dreifache Andruckkontrolle: Eine Lampe leuchtet auf, wenn mit zu viel Druck geputzt wird. Zusätzlich stoppt die Bürste die Pulsationen und schaltet in den Sensitiv-Modus.

Fazit: Eine Andruckkontrolle ist unbedingt empfehlenswert. Hat ihre elektrische Zahnbürste keine Andruckkontrolle, achten sie auf die Bürstenköpfe: Stehen die Borsten schon nach kurzem Gebrauch wild in alle Richtungen, so können sie sich sicher sein, dass sie zu fest aufdrücken.

Timer

Fast alle elektrischen Zahnbürsten sind inzwischen mit einem Timer ausgestattet, der die optimale Putzzeit anzeigen soll. Diese liegt bei den meisten Modellen zwischen 2 und 3 Minuten. Einzelne Geräte gehen sogar noch weiter und zeigen in 30-Sekunden-Intervallen an, wie lange der Kieferquadrant bereits geputzt wurde („Professional Timer“).

Wissenschaftliche Untersuchungen deuten jedoch an, dass die ideale Putzdauer deutlich länger ist. Sprich: Die Zähne sollten auch mit der elektrischen Zahnbürste 4 bis 5 Minuten geputzt werden.

Fazit: Ein Timer ist unbedingt empfehlenswert.

UV-Desinfektion

Das Thema UV-Desinfektion oder UV-Reinigung ist noch recht neu. Mit dieser Technologie sollen Keime auf dem Bürstenkopf unschädlich gemacht werden. Vorreiter ist die Firma Philips.

Bisher sind noch recht wenige elektrische Zahnbürsten mit einem Modul zur UV-Desinfektion ausgestattet. Es gibt aber auch Stand-allone-Geräte mit denen Bürstenköpfe aller Hersteller gereinigt werden können.

Fazit: „Wer’s mag“, also eher eine Spielerei. In der Regel reicht es aus, den Bürstenkopf nach dem Zähneputzen mit Wasser auszuspülen und an der Luft trocknen zu lassen.