Interview: Fitness für die Zähne

Im Rahmen der Pressemitteilung zu den neuen Sondermodellen von Oral B habe ich auch das folgende Interview mit dem Titel „Auch das Zähneputzen gehört zum täglichen Fitnessprogramm!“ zur Verfügung gestellt bekommen:

Joggen, ins Studio gehen, Yoga und viel Obst und Gemüse – Schlagworte wie diese fallen den meisten als erstes ein, wenn sie an Fitness und gesunden Lebensstil denken. Dabei gehört auch und insbesondere das Zähneputzen dazu. Wer das so gut wie kaum ein anderer weiß, ist Zahnarzt und Universitäts-Dozent Dr. med. dent. Ralf Rössler. Im Gespräch erläutert er, warum Mundpflege unbedingt zum täglichen Fitnessprogramm zählt.

Herr Dr. Rössler, welche Bedeutung hat das Zähneputzen wirklich?

Nun, es dient zwar in erster Linie dem Frischegefühl und der Vorbeugung von Karies, doch ist es weit mehr als das: Denn die tägliche Mundpflege zahlt, eben so wie Sport, auf die ganze Körpergesundheit ein – bis hin zum Schutz zum Beispiel vor Herzkreislauferkrankungen. Zähneputzen gehört also zum täglichen Fitnessprogramm. Den meisten ist das nur nicht bewusst.

Das heißt, der tägliche Workout beginnt schon morgens am Waschbecken?

Richtig. Landläufig denkt man, morgens mit dem Zähneputzen etwas gegen Karies und für frischen Atem getan zu haben, und erst dann geht es richtig los – also mit Sport gesundem Essen und so weiter. Dabei kann man sich noch so gesund ernähren und noch so sportlich sein: Wenn eine Parodontitis vorliegt – wie bei Millionen Menschen in Deutschland der Fall –, schadet man seinem Körper. Man belastet ihn, die Leistungsfähigkeit kann abnehmen, und es können sogar ernsthafte Erkrankungen die Folge sein.

Was bringt Zähneputzen also konkret noch außer geputzten Zähnen?

Ganz einfach, man fördert aktiv die Gesundheit. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Entzündungen im Mund das Immunsystem insgesamt belasten. Man muss sich das so vorstellen: Eine Parodontitis (Erkrankung des Zahnhalteapparates) als fortgeschrittene Form der Gingivitis (Zahnfleischentzündung) ist ein permanenter Entzündungsherd, der die Immunabwehr fordert. Diese kann dann unter Umständen nicht mehr ausreichend an anderen Stellen funktionieren. Geraten Bakterien in die Blutbahn, wird es richtig gefährlich – bis hin zum erhöhten Herzinfarktrisiko. Eine manifeste Zahnfleischentzündung schwächt und gefährdet also den Körper, setzt die Leistungsfähigkeit herab und das Erkrankungsrisiko herauf. Ein paar Zahlen: durch Parodontitis erhöhtes Risiko für Herzinfarkt um das ca. 2-fache, für Schlaganfall um das ca. 4-fache, für Erkrankungen der Atemwege ebenfalls um das ca. 4-fache, für Diabetes, Arthritis und Rheuma um das ungefähr 6-fache und für Frühgeburten um das etwa 7-fache. Wer das alles ignoriert, aber fleißig Sport treibt, rennt buchstäblich in die falsche Richtung.

Also Fitnesstraining im Mundraum betreiben

Genau. Die gründliche Entfernung von Belägen ist eine Grundvoraussetzung für eine intakte Mundgesundheit – und damit letztlich auch eine erste Voraussetzung für eine gute Allgemeingesundheit. Es ist für alle Personen wichtig, großen Wert auf eine gründliche Mundpflege zu legen. Eine gründliche Mundpflege ist morgens die erste und abends die letzte Disziplin. Wichtig ist, dass man es auch richtig macht. Denn Zähneputzen ist nicht immer gleich Zähneputzen. Ich sehe in der Praxis immer wieder, wie unaufmerksam Mundpflege betrieben wird. Es ist wichtig, mit Zahnbürste und Zahncreme und gegebenenfalls auch Zahnseide ausreichend lange, systematisch und schonend Plaque zu entfernen. Ansonsten bleibt die Mundpflege Stückwerk. Ihr geht quasi die Puste aus. Schon die Wahl der richtigen Zahnbürste kann da viel ausmachen. Bestimmte Modelle verfügen zum Beispiel über Extras, die helfen, den zahnärztlichen Trainingsplan – also die Empfehlungen zu Reinigungsdauer, Putzsystematik und so weiter – zu erfüllen.

Apropos, Herr Dr. Rössler, zum Schluss noch ein konkreter Tipp:

Welche Hilfsmittel würden Sie aus zahnärztlicher Sicht empfehlen?

Prinzipiell kann man mit fast jeder modernen Zahnbürste sowie einer Zahncreme, die Fluorid enthält, gute Pflegeergebnisse erzielen. Aber natürlich gibt es Unterschiede. Untersuchungen zufolge sind zum Beispiel elektrische Zahnbürsten der manuellen in der Putzleistung überlegen. Insbesondere Modelle mit der so genannten rotierend-pulsierenden oder 3D-Reinigungs-Technologie haben sich dabei hervorragend bewährt. Sie entfernen bis zu 100 Prozent mehr Plaque als eine herkömmliche Handzahnbürste – im Vergleich ist das so, als ob ein Profi gegen einen Amateur antritt. Viele Ausführungen weisen zusätzlich nützliche Extras für ein verbessertes Mundpflegeverhalten auf – von Andruckkontrollen und Timern bis hin zum Display, das Feedback gibt. Solche Zahnbürsten sind im übertragenen Sinne so etwas wie ein hervorragender Sportschuh, exakter Pulsmesser und Trainer in einem. Sie coachen einen förmlich hin zur erfolgreichen Mundhygiene.

Soweit das Interview, das ich hier wörtlich übernommen habe.

Mit Dr. Ralf Rössler gibt es auf You Tube unter dem Motto „Dr. Rösslers Sprechminute“ übrigens auch eine kleine sechsteilige Video-Reihe rund um das Thema elektrische Zahnbürste.

Teil 1 – Welche putzt besser? Die Handzahnbürste oder die elektrischen Zahnbürste?

Man merkt natürlich schon, dass hier für die Produkte aus dem Hause Oral B Werbung gemacht wird.

Die weiteren Teile:

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