Elektrische Zahnbürsten: Aufsteiger, Newcomer und Exoten

In letzter Zeit habe ich immer wieder von neuen Herstellern, die den etablierten Anbietern Oral-B und Philips Konkurrenz machen möchten und von völlig neuen Konzepten zur elektrischen Zahnreinigung gelesen. Der etwas angestaubte Markt scheint in Bewegung zu geraten. Deshalb möchte ich hier einen kurzen Überblick wagen.

happybrush – Schallzahnbürste

Bereits seit Ende 2016 erhältlich ist die happybrush, eine klassische Schallzahnbürste. Auf den ersten Blick eine elektrische Zahnbürste, wie ich sie mir immer gewünscht habe. Schlichtes Design, solide technische Ausstattung, keine großen unnützen Spielereien:

  • 30.000 Vibrationen
  • Leistungsstarker Akku, ausreichend für 3 Wochen
  • 2-Minuten-Timer
  • Günstige Ersatzbürstenköpfe

Selbst die Werbung ist irgendwie anders. Ich wusste nie, wieso Johnny “Rotten” Lydon, der Sänger der Sex Pistols, diesen selbstgewählten Namen trug. Hier die Antwort (?):

In der 4. Staffel der Höhle der Löwen (ab 05. September 2017) hoffen die beiden Gründer Stefan Walter und Florian Kiener aus München auf einen Investor, der unter anderem die internationale Expansion bezahlt. Egal, ob es mit dem Deal klappt, alleine der Auftritt vor einem Millionenpublikum wird für einen gehörigen Schub sorgen. Ich bin mir ziemlich sicher, das wird “meine Nächste”.

Fairywill – Schallzahnbürste

Still und heimlich hat sich die Schallzahnbürste des chinesischen Unternehmens Fairywill unter die Top 20 der meistverkauften elektrischen Zahnbürsten bei Amazon geschoben. Was besonders heraussticht, ist der unschlagbar günstige Preis. Für knapp 30,- Euro erhält man ein Produkt, dass von der technischen Ausstattung durchaus mit der deutlich teureren Konkurrenz mithalten kann. Die Aufladung erfolgt über einen USB-Anschluss, sprich es wird kein gesondertes Ladegerät benötigt. Ob die Bürstenköpfe, die Reinigungsleistung und die Verarbeitungsqualität den deutschen Qualitätsansprüchen genügen, wird in den bisher vorhandenen Kundenrezensionen allerdings unterschiedlich beurteilt.

Amabrush – Automatische Zahnreinigung mit einem Riesenschnuller

Ein völlig neuartiges Konzept verfolgt die Amabrush, eine Art automatischer Putzroboter der an einen sexy Schnuller für Erwachsene erinnert.

Auf Kickstarter ging das Projekt des Österreichers Marvin Musialek durch Decke. Statt der ursprünglich geforderten 50.000,- Euro gingen inzwischen mehr als 3,5 Millionen Euro ein.

Bevor ich Euch jetzt lange versuche zu erklären, wie das ganze funktioniert … schaut Euch einfach das folgende Video an:


Die Auslieferungen sollen im Dezember 2017 beginnen.

Blizzident

Last but not least die Blizzident. Das scheint so etwas wie die Amabrush für die manuelle Zahnhygiene zu sein. Durch Kau-, Beiß- und Mahlbewegungen sollen die maßgeschneiderten Borsten die Zähne reinigen.

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